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von Thomas Pelkmann *)

Print-Management ist mehr als die Kontrolle von Papierverbrauch und Füllständen der Tonerkassetten. IDC-Analyst Matthias Kraus erläutert, wie sich durch ein strategisches Herangehen direkte, aber vor allem indirekte Kosten einsparen lassen.

Jeder Deutsche, hat die Umweltstiftung WWF Deutschland ausgerechnet, verbraucht pro Jahr rund 250 Kilogramm Papier. Das ist in der Summe so viel, wie Afrika und Südamerika zusammen konsumieren. Der Anteil von Druck- und Pressepapieren an diesem gigantischen Stapel beträgt nach Zahlen des Bundesumweltministers rund 47 Prozent.
Wer sich nun zum Schutz der Wälder, aber auch aus Sorge um die eigenen Kosten auf den Weg macht, Papierverbrauch und Wartungskosten im eigenen Unternehmen einer genauen Prüfung zu unterziehen, geht jedoch allenfalls den ersten Schritt hin zu einem effizienten Print-Management.
Matthias Kraus, Analyst beim Marktforschungsunternehmen IDC, definiert Print-Management als größere Aufgabe: "Es geht um die Optimierung der Kosten und Infrastruktur, der Qualität des Services und einer verbesserten Produktivität". Dazu gehören eine genaue Analyse des Ist-Zustandes, die strategische Planung mit den Punkten Beschaffung, Finanzierung, Installation, Support und Wartung, Verbrauchsmaterialeinkauf und -lieferung, Gerätemanagement sowie einer verbrauchs- und verursachungsgerechten Abrechnung. Kurz: "Der Begriff umfasst alle Maßnahmen mit dem Ziel, die Anforderungen des Unternehmens an eine optimale Druckverarbeitung zu erfüllen".
Das mag manchem Unternehmensverantwortlichen zu viel erscheinen. Gut, ein paar Euros gibt es immer zu sparen. Aber lohnt sich dieser immense Aufwand tatsächlich? Eine Umfrage der Marktforscher von IDC Mitte letzten Jahres legt den Schluss nahe, dass die meisten Unternehmen diese Frage verneinen: Etwa drei Viertel von rund 500 Firmen gab den Analysten zu Protokoll, dass sie keinerlei Maßnahmen zum Print Management betrieben. Dabei zeigen die Ergebnisse der IDC-Befragung auch, dass das Sparpotenzial von den deutschen Unternehmen unterschätzt wird.

Versteckte Kosten sind der größte Posten
Die Unternehmensleiter betrachten häufig nur die offensichtlichen Kosten für Anschaffung von Geräten oder den Verbrauch von Papier und Toner. Viel wichtiger sind nach Überzeugung von Matthias Kraus aber die versteckten Kosten durch ineffiziente Print-Infrastrukturen, zu denen neben den Druckern auch Faxgeräte, Kopierer und Scanner gehören.


Matthias Kraus, IDC "Der Begriff umfasst alle Maßnahmen mit dem Ziel, die Anforderungen des Unternehmens an eine optimale Druckverarbeitung zu erfüllen".

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